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Interview mit Christian Hess

Christian Hess (geb. 20.06.1980) ist Pferde- wirtschaftsmeister, ehemaliger Verkaufsleiter beim Holsteiner Verband und hat bei den Größen des Springsports, wie Heinrich-Wilhelm „Kaiser“ Johannsmann, dem erfolgreichsten Springreiter aller Zeiten, Hans Günther Winkler und dem heutigen Bundestrainer der Springreiter Otto Becker, gelernt.

Seit 2012 ist er auf dem Radesforder Hof zwischen Bad Segeberg und Neumünster selbstständig tätig und hat sich vor allem der Ausbildung junger Springpferde verschrieben. Als amtierender deutscher Vize-Meister ist er sehr erfolgreich im nationalen und internationalen Springsport.

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St. Hippolyt: Du hast im Laufe Deiner Ausbildung in unterschiedlichen Ställen und durch Deine Arbeit beim Holsteiner Verband vielfältige Erfahrungen sammeln können. Gibt es einen Lehrmeister oder einen Ort, der Dich besonders geprägt hat?

C.H.: Ich hatte großes Glück in jungen Jahren bei vielen tollen Lehrmeistern reiten und lernen zu dürfen. Mein erster Trainer war damals der Bundestrainer der Ponyreiter, Lutz Merkel, der mich sicherlich sehr stark geprägt hat. In der Folge konnte ich bei Hans Günther Winkler, „Kaiser“ Johannsmann und dem heutigen Bundestrainer Otto Becker trainieren. Bei Letzterem war ich fünf Jahre als Bereiter angestellt, wo ich sehr viel über das Training als auch das Management moderner Sportpferde gelernt habe.

St. Hippolyt: Als Sohn des Ausbildungsbotschafters der FN (Christoph Hess) war dein Ausbildungsweg von der klassischen Reitausbildung geprägt. Welche Rolle spielt für Dich die dressurmäßige Arbeit im täglichen Training?

C.H.: Mein Vater hat sicherlich maßgeblichen Einfluss auf meine Philosophie des Reitens. Das dressurmäßige Reiten ist für mich und mein ganzes Team sowie meine Schüler von größter Bedeutung. Ich bin davon überzeugt, dass für ein Springpferd die dressurmäßige Arbeit unerlässlich ist. Nur so sind auf den Punkt Höchstleistungen im Wettbewerb abrufbar. Darüber hinaus sind die korrekte dressurmäßige Arbeit und die damit einhergehende Gymnastizierung für die Gesunderhaltung der Pferde unerlässlich.

St. Hippolyt: Du hast aktuell 15 Pferde in unterschiedlichen Altersklassen unterm Sattel. Gibt es darunter sowas wie ein Herzenspferd für Dich?

C.H.: Ich hatte das Glück schon viele tolle Pferde reiten zu dürfen. Jedes Pferd, ob jung oder alt, hat seine Individualität und somit seine Einzigartigkeit! Das reizt mich an der Ausbildung von jungen Springpferden besonders! Im Moment ist sicherlich „Bastian“, mit dem ich letztes Jahr die Silbermedaille auf der deutschen Meisterschaft gewinnen konnte, ein Pferd, was mir ganz besonders am Herzen liegt. Er hat es mir ermöglicht meinen großen Traum zu verwirklichen und beim CHIO Aachen starten zu dürfen! Allein dadurch hat er für mich einen besonderen Status. Aber auch in der Vergangenheit gab es ganz besondere Pferde, wie zum Beispiel RPM Canturado, der mich nach meiner Zeit beim Holsteiner Verband wieder in den internationalen Sport zurück gebracht hat.

St. Hippolyt: Bei Dir und Deinem Team steht das Wohlbefinden Eurer Pferde ganz oben auf der Prioritätenliste. Dürfen auch Deine voll im Training stehenden Pferde von den großzügigen Weiden und dem tollen Ausreitgelände des Radesforder Hof profitieren?

C.H.: Für mich ist es von größter Bedeutung, dass die Pferde abwechslungsreich trainiert werden. Wir wollen der Monotonie entgegenwirken. Alle unsere Pferde kommen zwei bis drei Mal am Tag raus. Neben der Arbeit kommen die Pferde täglich in die Führanlage sowie auf die Weide bzw. den Paddock. Bei uns gibt es kein Pferd, das keinen Weidegang erhält. Vor allem in den Sommermonaten genießen wir und die Pferde das weitläufige Ausreitgelände, was auch dem Nervenkostüm der Pferde sehr zu Gute kommt.

St. Hippolyt: Ihr bietet Euren Kunden ein ganzheitliches Management an. Jedes Pferd bekommt einen individuellen Futterplan. Wie beurteilst Du den Einfluss der Fütterung auf Leistungsbereitschaft und Wohlbefinden?

C.H.: Für die Gesunderhaltung unserer modernen Sportpferde ist neben der artgerechten Haltung auch die Fütterung für uns von größter Bedeutung. Jedes Pferd bekommt einen auf ihn abgestimmten Futterplan, weil ich davon überzeugt bin, dass die Pferde damit deutlich zufriedener sind, sich wohler fühlen und damit schließlich auch vitaler und leistungsbereiter sind. Damit sind die Voraussetzungen für Höchstleistung im Wettbewerb geschaffen.

St. Hippolyt: Gibt es da etwas, wo Du den Fütterungserfolg als besonders beeindruckend empfindest?

C.H.: Meine Turnierpferde werden primär mit Struktur Energetikum und Hafer gefüttert. Für mich ist es immer wieder beeindruckend, wenn ich neue Pferde in meinen Stall bekomme, wie sich die Pferde nach der Futterumstellung äußerlich wie auch charakterlich zum positiven verändern. Das ist in allen Bereichen zu beobachten: Wir sehen oft nach relativ kurzer Zeit Veränderungen im Fellglanz, in der Bemuskelung, aber eben auch im allgemeinen Wohlbefinden. Sie gucken außerdem zufriedener! Wenn wir das Gefühl haben, dass Magenprobleme vorhanden sein könnten, verzichten wir auf Hafer und füttern stattdessen Brandon xl mit Gastrointestinal. Es ist absolut erstaunlich, wie hier eine deutliche und langfristige Verbesserung oft nach kurzer Zeit eintritt!

St. Hippolyt: Hast Du ein Futter-Erfolgsrezept für Nervenstärke, Leistungsfähigkeit und Durchhaltevermögen?

C.H.: Unsere modernen Sportpferde werden immer blütiger und sensibler. Dieser Entwicklung müssen wir futtertechnisch Tribut zollen. Ich habe festgestellt, dass wir durch Haferreduzierung diesen Pferden helfen können. Wir schonen das Nervenkostüm, was sich wiederum positiv auf die Leistung auswirkt. Wenn wir die Grundration aus Struktur Energetikum oder Brandon xl mit Gold Medal ergänzen, merken wir deutliche Vorteile in der Leistungsfähigkeit sowie dem Aufbau und der Regeneration der Muskulatur.

St. Hippolyt: Gibt es bei Euch eine besondere, futtertechnische Unterstützung auf längeren Transporten?

C.H.: Wir haben beobachtet, dass wir gerade bei längeren Transporten die Pferde sehr gut mit Irish Mash unterstützen können. Damit können wir die Verdauung unterstützen und helfen außerdem dem wichtigen Ausgleich im Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt.

St. Hippolyt: Die grüne Saison steht vor der Tür. Kannst Du unseren Lesern Tipps für Training und Fütterung geben?

C.H.: Es ist wichtig, frühzeitig mit dem Training draußen anzufangen. Ein ganzheitliches Training beinhaltet auch das Geländereiten. Je früher die Pferde auch draußen arbeiten, desto besser. Eine gute Vorbereitung heißt für uns auch, die Futterpläne der Pferde regelmäßig checken zu lassen. Damit können eventuelle Defizite ausgeglichen werden bzw. die Pferde in ihrer Entwicklung optimal unterstützt werden. Darüber hinaus hat es sich bewährt von Zeit zu Zeit auf „fremde“ Plätze zum Reiten und Springen zu fahren, bevor die ersten Turniere anstehen!

St. Hippolyt: Verrätst Du uns Deine sportlichen Ziele für die kommende Saison?

C.H.: Zuallererst wünsche ich mir, dass mich die Pferde gesund und mit Spaß an der Sache durch die kommende Saison begleiten! Gerne möchte ich natürlich an die Erfolge der letzten Saison anknüpfen. Die deutsche Meisterschaft ist hierbei sicherlich als ein Highlight zu sehen. Angedacht ist auch, für Deutschland einen Nationenpreis zu reiten. Und natürlich wünsche ich mir, möglichst viele internationale Platzierungen besonders in den großen Preisen.

St. Hippolyt: Wir danken Dir herzlich für das Interview und wünschen Dir eine erfolgreiche Saison mit gesunden, leistungsbereiten und zufriedenen Pferden!

Das Interview für St. Hippolyt führte Sarai Fauerbach-Preuß.

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